Zum Hauptinhalt springen

The­ra­pie­an­ge­bo­te

Wer bekommt Ergo­the­ra­pie ver­ord­net?


Men­schen die durch Behin­de­rung, Störung/Verzögerung der Wahr­neh­mung oder see­li­sche Erkran­kung nicht mehr befä­higt sind die Anfor­de­run­gen des täg­li­chen Lebens zu ver­rich­ten. Dies kön­nen beruf­li­che, sozia­le Anfor­de­run­gen sein, aber auch Anfor­de­run­gen aus dem Haus­halt und der Selbst­ver­sor­gung und Selbst­struk­tu­rie­rung. Kin­der und Erwach­se­ne mit Behin­de­rung durch neu­ro­lo­gi­scher Schä­di­gung im Bereich des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems (Gehirn und Rücken­mark), dem perife­ren Ner­ven­sys­tems (Ner­ven von Rumpf, Glied­ma­ßen, Orga­nen). Per­so­nen die durch ortho­pä­di­sche Erkran­kun­gen oder Ver­let­zun­gen oder gene­tisch bedingt beein­träch­tigt sind.

Genau­er bezeich­net sind Kör­per­struk­tu­ren betrof­fen, wel­che der Auf­recht­hal­tung und Fort­be­we­gung des Kör­pers die­nen, wie z.B. Kno­chen, Bän­der und Seh­nen sowie Mus­keln und Ner­ven usw. Men­schen spe­zi­ell mit Unfall­ver­let­zun­gen der Hand, Nar­ben­ver­let­zun­gen, Ampu­ta­ti­on und sons­ti­gen trau­ma­ti­schen Ver­let­zun­gen der Hand und den damit ver­bun­de­nen Kör­per­struk­tu­ren.
Eben­so zäh­len gene­tisch beding­ten Behin­de­run­gen bzw. Ver­än­de­run­gen der Hand, rheu­ma­ti­sche und neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kun­gen dazu. Die zer­ti­fi­zier­te Hand­the­ra­pie und der Bau von indi­vi­du­ell ange­pass­ten Schie­nen sind Kon­zep­te der Ergo­the­ra­pie geson­dert für die Handreha­bi­li­ta­ti­on.

Kin­der mit Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­rung und Ent­wick­lungs­stö­run­gen in der Grob- und Fein­mo­to­rik, Sin­nes­wah­neh­mung- und Wahr­neh­mungs­ver­ar­bei­tung und der Spra­che, hyper­ak­ti­ve Kin­der, Kin­der mit Lern­stö­run­gen in der Vor- und Grund­schu­le und Kin­der mit psy­cho­so­zia­len Stö­run­gen. Kin­der und Erwach­se­ne die seelisch/psychisch erkrankt sind, wodurch Sym­pto­me wie for­ma­le Denk­stö­run­gen und Struk­tur­pro­ble­me und Lern­pro­ble­me ent­stan­den sind. Stö­rung der Kör­per­ei­gen­wahr­neh­mung, ver­än­der­te oder ver­zö­ger­te Wahr­neh­mungs­pro­zes­se mit ver­min­der­ter Reak­ti­on und Bewe­gung im phy­si­schen und psy­chi­schen Kon­text. Sozia­le Anpas­sungs- und/oder Inte­gra­ti­ons­pro­ble­me, Ängs­te und Zwän­ge, man­geln­de Fle­xi­bi­li­tät und Ver­mei­dung. Eltern und Ange­hö­ri­ge die Bera­tung bezüg­lich der The­ra­pie und Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung benö­ti­gen.

Die Ergo­the­ra­pie gilt als Heil­mit­tel gemäß § 124 Abs. 1 SGBV und wird ärzt­lich ver­ord­net.

Ergotherapie für Menschen mit Behinderung, Störung, Verzögerung der Wahrnehmung oder seelische Erkrankung
Ergotherapie für Kinder mit Entwicklungsverzögerung